Liverpool oder wie ich Dartspieler wurde

Stürmisches Wetter in der Irischen See. 1972. Die alte «Blue Stone» kämpft sich durch mächtige Wellen nach Liverpool. Was als gewöhnlicher Landgang beginnt, wird für Jürgen Vondran zum Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.

Mich nennen sie Heizer, ich arbeite unten im Maschinenraum. Während die Blue Stone wegen eines Hafenarbeiterstreiks festliegt, führt mich der Landgang in den Pub «Admiral Nelson». Zwischen Stimmengewirr, Rauchschwaden und dunklem Bier entdecke ich zum ersten Mal ein Dartboard. Fasziniert beobachte ich die Spieler, bis mir jemand seine Pfeile in die Hand drückt und mich mit einem «Come on, Sailor!» zum Mitspielen auffordert.

Mit dem Frachtschiff auf hoher See.
Mit dem Frachtschiff auf hoher See.

Die Atmosphäre, die Präzision der Würfe und die Kameradschaft im Pub lassen ihn nicht mehr los. Goldglänzende Messingdarts mit Hühnerfeder-Flights werden zu seinem ersten Kontakt mit dem Dartsport – und zum Beginn einer Leidenschaft, die ihn bis heute begleitet.

Rund um die Welt mit dem Schiff
Aus den ersten Würfen wird eine lebenslange Leidenschaft.

Der Anfang einer Leidenschaft

Auf der Weiterreise Richtung Mittelmeer reift der Entschluss, ein eigenes Dartboard und eigene Pfeile zu kaufen. Der Grundstein für eine jahrzehntelange Begeisterung ist gelegt.

Zur Person: Jürgen Vondran

Kunstmaler, Seemann und leidenschaftlicher Dartspieler. Nach seiner Zeit auf See kam er in die Schweiz und engagiert sich seither mit grosser Leidenschaft für den Steeldartsport. Auch heute organisiert er Turniere und zeigt, dass Darts keine Altersgrenzen kennt.

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