Fünf Turniere, drei Divisionen und insgesamt 60 verschiedene Spieler: Die Saison 2014/15 zeigte, wie sich die Darts League sportlich weiterentwickelte. Peter «The Kid» Burri behauptete sich erneut an der Spitze, doch dahinter wurde die Konkurrenz stärker. Neue Namen, unterschiedliche Turniersieger und ambitionierte Aufsteiger sorgten dafür, dass der Kampf um die vorderen Plätze immer enger wurde.
Eine Saison mit immer mehr Konkurrenz
Fünf Turniere und drei Divisionen prägten die Saison 2014/15 der Darts League. Insgesamt standen 60 verschiedene Spieler am Oche.
Nicht nur die Teilnehmerzahl entwickelte sich positiv. Vor allem sportlich zeigte sich, dass die Leistungsdichte innerhalb der einzelnen Divisionen zunahm.
Besonders in der Division 1 war die Zeit vorbei, in der sich nur wenige Namen realistische Chancen auf einen Turniersieg ausrechnen konnten. Die etablierten Spitzenspieler erhielten zunehmend Konkurrenz von Spielern, die sich über die verschiedenen Divisionen nach oben gearbeitet hatten.
Das machte die einzelnen Turniere unberechenbarer – und den Kampf um die Order of Merit spannender.
Peter Burri bleibt die Nummer 1
Am Ende setzte sich dennoch ein bekanntes Gesicht durch. Peter «The Kid» Burri aus Ueberstorf bestätigte auch in der Saison 2014/15 seine Stellung an der Spitze der Darts League.
Mit zwei Turniersiegen und konstant starken Leistungen über die gesamte Saison sammelte er genügend Punkte, um sich den Gesamtsieg und damit Platz 1 der Order of Merit zu sichern.
Gerade diese Konstanz machte den Unterschied. Während die Konkurrenz näher rückte und sich die Turniersiege auf verschiedene Spieler verteilten, gelang es Burri, seine Leistung über die gesamte Saison auf hohem Niveau abzurufen.
Leonard Bekaj greift die Spitze an
Einer der Spieler, die den etablierten Kräften zunehmend gefährlich wurden, war Leonard «Ninja Turtle» Bekaj aus Wünnewil.
Beim Fribourg Darts Open setzte er mit einem Turniersieg ein deutliches Ausrufezeichen. Mit einem starken dritten Platz am letzten Turnier bestätigte er anschliessend, dass dieser Erfolg kein Zufall gewesen war.
Bekaj gehörte damit endgültig zum Kreis jener Spieler, die Peter Burri und Rolf «Tin Pan» Kuhn an der Spitze herausfordern konnten.
Seine Entwicklung stand exemplarisch für die gesamte Saison: Die Abstände wurden kleiner, neue Spieler rückten nach und die Favoriten konnten sich ihrer Sache längst nicht mehr sicher sein.
Vom Newcomer in die Division 1
Für eine der bemerkenswertesten Entwicklungen der Saison sorgte Markus «The Postman» Lötscher aus Lobsigen.
Mit konstant guten Resultaten arbeitete er sich in der Order of Merit Schritt für Schritt nach vorne. Am Ende der Saison stand er auf Rang 12 – und hatte damit erstmals den Sprung in die Division 1 geschafft.
Für diese Entwicklung wurde Markus als «Newcomer of the Year 2015» ausgezeichnet.
Sein Aufstieg zeigte gleichzeitig, wie das Divisionssystem gedacht war: Spieler konnten auf ihrem jeweiligen Leistungsniveau Turniererfahrung sammeln, sich über gute Resultate in der Order of Merit verbessern und sich schliesslich mit den stärksten Spielern der Liga messen.
Viele Sieger in den Divisionen 2 und 3
Wie ausgeglichen die Saison verlief, zeigte sich nicht nur an der Spitze. Auch in den Divisionen 2 und 3 wechselten die Sieger regelmässig. Statt einer einzelnen dominierenden Person konnten sich verschiedene Spieler in die Siegerlisten eintragen.
In der Division 2 feierten unter anderem Rolf «Octopus» Gerber, Tobias «The Rock» Hausammann, Bruno «Mary Jane» Brechbühl und Anil «Hubba Bubba» Aksöz einen Turniersieg.
Auch in der Division 3 verteilten sich die Erfolge auf mehrere Spieler. Markus «The Restless» Fasel, Jochen «Danger Egg» Vonlanthen, Sandro «Beach Boy» Kolly und Yves «Rennie» Dietrich durften mindestens einmal als Tagessieger feiern.
Die unterschiedlichen Sieger machten deutlich, wie ausgeglichen die Divisionen waren. Wer an einem Turniertag seine beste Leistung abrufen konnte, hatte die Chance, weit zu kommen.
Das Divisionssystem zeigt seine Wirkung
Die Saison bestätigte zugleich den eingeschlagenen Weg der Darts League. Die Einteilung der Spieler anhand ihrer Position in der Order of Merit sorgte dafür, dass möglichst ähnlich starke Gegner aufeinandertrafen.
Neue Spieler mussten nicht unmittelbar gegen die besten Teilnehmer antreten, sondern konnten zunächst in einer tieferen Division Matchpraxis und Turniererfahrung sammeln. Gute Resultate wurden über die Order of Merit belohnt. Wer sich kontinuierlich verbesserte, rückte nach oben und traf bei den nächsten Turnieren auf stärkere Konkurrenz.
Markus Lötscher war dafür ein gutes Beispiel. Sein Weg bis in die Division 1 zeigte, dass sich konstante Leistungen über eine ganze Saison auszahlten.
Eine Liga in Bewegung
Die Saison 2014/15 war damit mehr als die Geschichte eines weiteren Gesamtsiegs von Peter Burri. Sie zeigte eine Darts League in Bewegung.
Etablierte Spieler mussten sich gegen neue Herausforderer behaupten. In den tieferen Divisionen kämpften Spieler um Turniersiege und den nächsten Schritt in der Order of Merit. Gleichzeitig sorgten 60 verschiedene Teilnehmer dafür, dass immer wieder neue Namen am Oche auftauchten.
Peter «The Kid» Burri blieb am Ende die Nummer 1. Die wichtigste Erkenntnis der Saison war jedoch eine andere: Die Konkurrenz rückte näher – und genau das versprach für die kommenden Turniere noch mehr Spannung.
Saison 2014/15 in Zahlen
Turniere: 5
Divisionen: 3
Teilnehmende: 60
Gesamtsieger: Peter «The Kid» Burri
Turniersiege Peter Burri: 2
Newcomer of the Year: Markus «The Postman» Lötscher
Aufsteiger: Markus Lötscher – Rang 12 der Order of Merit und erstmals Division 1
Saison-Highlight: Leonard «Ninja Turtle» Bekaj – Sieger Fribourg Darts Open
Sieger Division 2: Rolf «Octopus» Gerber; Tobias «The Rock» Hausammann; Bruno «Mary Jane» Brechbühl; Anil «Hubba Bubba» Aksöz
Sieger Division 3: Markus «The Restless» Fasel; Jochen «Danger Egg» Vonlanthen; Sandro «Beach Boy» Kolly; Yves «Rennie» Dietrich
