Zwei Wölfe, zwei Geschichten

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein – und doch verbindet sie vieles: Silvio «Piti» Kolly aus Tafers und Wayne «The Voice» Rigert aus Giffers. Beide gehören zum DC Falli Hölli Wolves in Plasselb und stehen für das, was die Swiss Darts League ausmacht: Freude am Spiel, Gemeinschaft, Ehrgeiz – und Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

Silvio Kolly – mit Herz und Ehrgeiz am Board

Bei Silvio ist die Nervosität vor jedem Match spürbar. «Ich bin vor jedem Spiel nervös», sagt er. «Aber sobald der erste Pfeil fliegt, vergesse ich alles.» Zum Darts kam er 2019 durch seinen «Getti» – was als lockeres Spiel mit Freunden begann, führte rasch zum Beitritt bei den Wolves, als der Club in Plasselb gegründet wurde. «Piti» nennen ihn seine Freunde seit Jahren – ein Spitzname, den auch die Wolves übernommen haben. Beruflich befindet sich Silvio in einer Neuausrichtung, weshalb er zeitweise weniger trainiert. Für ihn passt die FKB Grand Tour deshalb ideal: «Von Turnier zu Turnier entscheiden zu können, ist perfekt.» Auch mit weniger Training hat er bereits starke Resultate erzielt: zwei Finalteilnahmen in der höchsten Stärkeklasse und einen Sieg in Division 4, den er als persönliches Highlight nennt. Am meisten schätzt er das Gemeinsame: zusammen zu den Turnieren fahren, vertraute Gesichter aus der Dartsszene treffen und den Tag miteinander verbringen. Läuft es einmal nicht, geben die Wolves Rückhalt – und umgekehrt ist Silvio ein Motivator für andere. Der Ehrgeiz bleibt: «Jeder kann jeden schlagen. Es kommt auf die Tagesform an.»

Ich will wieder in einem Endspiel stehen – und daran glaube ich fest.

Silvio Kolly, Tafers
Silvio Kolly mit seinen Darts vor einer Graffiti-Wand.
Ehrgeiz mit einer Portion Lockerheit: Silvio «Piti» Kolly.

Wayne Rigert – wenn die Stimme zum Markenzeichen wird

Wayne Rigert erkennt man schon, bevor er am Oche steht. Wenn er ein «One hundred and eighty!» hinausschmettert, hallt es durch den Raum. Sein Spitzname «The Voice» kommt nicht von ungefähr – spätestens seit seiner 180-Ansage an der Swiss Darts Trophy in Basel 2024 wurde seine Stimme zu seinem Markenzeichen. «Andere sammeln Autogramme der Profis – für einen Moment fühlte ich mich selbst wie einer», sagt er.

Für einen Moment war ich der Star – ein Gefühl, das man nie vergisst.

Wayne Rigert, Giffers

Wayne fand während der Coronazeit zum Darts. Zusammen mit Freunden schaute er die WM, Silvio hatte ein Board – so fiel der erste Pfeil. Inzwischen hat er Turniererfahrung gesammelt und bereits einen Halbfinal erreicht. Der grosse Sieg fehlt noch, doch er weiss, woran er arbeiten muss: «Mein Wurf stimmt, aber mental will ich stabiler werden.» Druck mache er sich oft selbst. «Nicht aufgeben, immer weitermachen – das ist meine Stärke.» Das Training mit den Wolves ist für ihn entscheidend. «Alleine fehlt der Reiz. Im Klub hingegen pusht man sich gegenseitig.» Mit seiner offenen Art und seiner unverwechselbaren Stimme bringt Wayne Energie in jedes Turnier. Und sein Ziel ist klar: sich weiterzuentwickeln und irgendwann selbst um einen Turniersieg mitzuspielen.

Wayne Rigert mit Darts beim Fotoshooting.
«The Voice» mit Leidenschaft für Darts: Wayne Rigert.

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